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Ordnungsamtsleiter Jürgen Betz in den Ruhestand verabschiedet

Jürgen Betz mit Bürgermeisterin Birgit Huber

Jürgen Betz, Angela Weisel, Christian Kanhäuser (von links)

Die Bundestagswahl im September 2017 war die letzte, die Jürgen Betz für Oberasbach durchgeführt hat.

Ein Fels in der Brandung war er, immer besonnen, souverän und dabei gerne auch humorvoll: Am 29. Dezember 2017 hatte Ordnungsamtsleiter Jürgen Betz nach 48 Dienstjahren seinen letzten Arbeitstag im Oberasbacher Rathaus.

„Bou, geh‘ zur Stadt!“, das habe ihm sein Vater geraten, und so machte Jürgen Betz 1969 eine Ausbildung bei der Stadt Nürnberg. 1982 wechselte er in die Kämmerei der damaligen Gemeinde Oberasbach. Schon nach vier Jahren wurde Jürgen Betz dann Leiter des Ordnungsamtes. Der Verwaltungsbeamte im gehobenen Dienst hatte hier das Einwohnermeldeamt, das Gewerbeamt, das Renten- und Sozialversicherungsamt sowie das Standesamt und das Bestattungswesen unter sich. Seine persönlichen Schwerpunkte waren das Verkehrs- und Ordnungsrecht, die Durchführung von Wahlen und die Organisation des Personennahverkehrs – eine enge Kooperation mit der Polizei gehörte hier oft dazu. Sein lustigstes Erlebnis im Amt? Der Mann mit dem breiten Fränkisch erinnert sich: „In den 90ern habe ich einmal vor einer Wahl einen Praktikanten losgeschickt, um Packpapier für das Einwickeln der Stimmzettel zu kaufen. Er kam mit zwanzig Rollen Backpapier zurück… Ich bin vor Lachen fast vom Stuhl gefallen. Seitdem weiß ich, dass ich mit Praktikanten Hochdeutsch sprechen muss“, schmunzelt Betz.

„Ich hatte eine schöne Zeit, sowohl in Nürnberg als auch in Oberasbach. Besonders der Umgang mit Menschen hat mir immer schon Spaß gemacht, darum habe ich mich um die Anliegen der Bürger gerne gekümmert. Auch wegen des guten Betriebsklimas im Rathaus und der netten Kollegen bin ich immer gerne zur Arbeit gekommen“, erzählt der allseits beliebte Betz. „Probleme gab es auch manchmal, klar. Wenn ich Streitigkeiten zwischen Nachbarn klären musste oder Anwohnerparkplätze mal nicht wunschgemäß genehmigen konnte.“ Auf das Pensionistendasein freut sich der gebürtige Nürnberger: „Endlich habe ich dann mehr Zeit für meine Frau, die Kinder und die Enkel. Auch im Haus und im Garten gibt es viel zu tun, und dann spiele ich ja zum Bespiel außerdem gerne Tennis. Mir wird also nicht langweilig werden“, lacht Jürgen Betz.

Die Erste Bürgermeisterin Birgit Huber dankte dem Verwaltungsrat für seine Arbeit: „Nach der Verabschiedung des langjährigen Geschäftsleitenden Beamten Wilfried Stünzendörfer letztes Jahr ist das nun der nächste herbe Verlust für unsere Stadtverwaltung. Wir haben zwar eine tolle Nachfolgerin, aber Jürgen Betz wird als Chef des Ordnungsamtes und als Mensch hier sehr fehlen. Ich konnte mich auf seine Kompetenz und klugen Ratschläge immer verlassen.“

Als Nachfolgerin von Jürgen Betz übernimmt Standesbeamtin Angela Weisel die Leitung des Ordnungsamtes und des Standesamtes. Der bisherige Kassenleiter Christian Kanhäuser wechselt aus der Kämmerei und wird neuer stellvertretender Ordnungsamtsleiter, zugleich wurde er als Standesbeamter berufen. Kanhäusers Nachfolge in der Kassenleitung tritt seine bisherige Mitarbeiterin Melanie Schmidt an.

Vorbildlich: Jürgen Betz wird auch künftig als ehrenamtlicher Wahlvorstand bei der Durchführung von Wahlen zur Verfügung stehen. "Wenn ich da nicht gerade verreist bin!"

Wir wünschen Herrn Betz und seiner Familie alles erdenklich Gute und dass der Neu-Pensionär den kommenden Lebensabschnitt richtig genießen kann!

Ein Interview der Fürther Nachrichten mit Jürgen Betz lesen Sie hier.

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